Kurz beantwortet
Was ein Wanddurchbruch kostet, entscheidet nicht die Größe der Öffnung, sondern ob die Wand trägt. Eine nichttragende Leichtbauwand ist an einem Tag weg. Eine tragende Wand verlangt eine statische Berechnung, eine Abfangung der Decke mit Baustützen, einen bemessenen Stahlträger mit ausreichender Auflagerlänge und je nach Bundesland ein Verfahren beim Bauamt. Dazu kommen Leitungen in der Wand, Schadstoffe im Bestand vor 1995 und der Schallschutz, wenn die Wand zwei Wohnungen trennt. Den verbindlichen Preis nennen wir nach Begehung und Vorliegen der Statik.
Die Frage, mit der fast jedes Gespräch beginnt, lautet: Kann die Wand weg. Beantworten lässt sie sich nicht am Telefon und auch nicht durch Klopfen. Entscheidend ist, in welche Richtung die Decke darüber spannt und wo sie aufliegt. Eine zwölf Zentimeter dünne Wand kann tragend sein, eine vierundzwanzig Zentimeter dicke kann eine reine Trennwand sein.
Im Berliner Gründerzeitbau tragen in der Regel die Außenwände und eine durchgehende Mittelwand, auf der die Holzbalkendecken aufliegen. In der Nachkriegsmoderne liegen Massivdecken auf, die Lastabtragung ist oft großzügiger. Im Plattenbau sind nahezu alle Innenwände tragend oder aussteifend, weshalb Grundrissänderungen dort stark eingeschränkt und häufig gar nicht möglich sind. Aussteifend ist dabei der Begriff, den Laien übersehen: Eine Wand kann rechnerisch keine Deckenlast tragen und trotzdem gebraucht werden, um das Gebäude gegen Windlast und Horizontalkräfte zu stabilisieren.
Wir arbeiten deshalb in einer festen Reihenfolge: Bestand aufnehmen, Spannrichtung klären, Statiker beauftragen, erst dann ein Angebot. Die Ausführung der Maurer- und Betonarbeiten übernehmen eingetragene Fachbetriebe unter unserer Bauleitung.
Was zu einem Wanddurchbruch gehört
Der Umfang reicht vom Entfernen einer Leichtbauwand bis zur vollständigen Grundrissänderung mit mehreren Abfangungen, neuen Wänden, verlegter Haustechnik und angepasstem Estrich. In jedem Fall gilt dieselbe Reihenfolge: erst beurteilen, dann abfangen, dann öffnen.
Wir organisieren Statik, Verfahren, Ausführung, Schadstoffprüfung und die Wiederherstellung aller angrenzenden Oberflächen. Sie bekommen einen Termin und einen Ansprechpartner, keine Schnittstelle zwischen Statiker, Maurer und Elektriker.
- Bestandsaufnahme: Spannrichtung der Decke, Wandaufbau, vorhandene Pläne, Lage im Gebäude
- Statische Berechnung und Bemessung von Sturz, Auflager und gegebenenfalls Lastabtragung bis zur Gründung
- Klärung des Verfahrens beim Bauamt, bei Erhaltungssatzung oder Denkmalschutz die zusätzliche Abstimmung
- Schadstoffprobe bei Bestand vor 1995, insbesondere Spachtelmassen, Fliesenkleber und Bodenbeläge
- Leitungen orten und freischalten, Elektro, Wasser und Heizung vorher umlegen
- Decke mit Baustützen und Jochträgern abfangen, Setzungskontrolle während der Arbeiten
- Öffnung mit der Wandsäge herstellen, wo Erschütterung dem Bestand schadet, sonst mit Abbruchhammer
- Stahlträger oder Fertigsturz einbauen, Auflager mit Druckverteilung herstellen, kraftschlüssig verkeilen
- Brandschutzbekleidung des Trägers, wo erforderlich
- Laibungen schließen, Putz, Trockenbau, Estrich und Oberflächen wiederherstellen
- Neue nichttragende Wände mit vereinbartem Schallschutz, Türen und Zargen setzen
- Entsorgung mit Nachweis und Bauendreinigung
Wandarten und wie wir sie beurteilen
Die Beurteilung läuft immer über drei Dinge: die Spannrichtung der Decke, die Lage der Wand im Gebäude und den Aufbau der Wand selbst. Die Dicke allein sagt nichts.
| Untergrund | Woran Sie ihn erkennen | Wie wir vorgehen |
|---|---|---|
| Tragende Mittelwand im Gründerzeitbau | Verläuft über alle Geschosse an derselben Stelle, meist in Ziegelmauerwerk, oft 24 bis 38 Zentimeter stark. Die Deckenbalken liegen quer darauf auf. | Der Regelfall für einen echten Durchbruch. Decke abfangen, Öffnung herstellen, bemessenen Stahlträger mit ausreichender Auflagerlänge einbauen, Auflager mit Stahlplatte und Mörtelbett ausbilden. Statik zwingend, Verfahren beim Bauamt in der Regel erforderlich. |
| Nichttragende Trennwand | Steht nicht über allen Geschossen, häufig dünner, klingt hohl, besteht aus Gipsdielen, Leichtbauplatten oder Ständerwerk. Teilt meist zwei Räume derselben Wohnung. | Rückbau ohne Abfangung möglich. Trotzdem vorher geprüft wird, ob die Wand aussteifend wirkt und ob Leitungen darin liegen. In Altbauten stecken in Gipsdielenwänden regelmäßig Elektroleitungen ohne Schutzrohr. |
| Aussteifende Wand | Trägt rechnerisch keine Deckenlast, steht aber durchgehend und ist mit den tragenden Bauteilen verbunden. Von außen nicht von einer Trennwand zu unterscheiden. | Darf nicht ohne Nachweis entfernt werden. Der Statiker prüft, ob die Gebäudeaussteifung ohne diese Scheibe noch gegeben ist, und schreibt gegebenenfalls Ersatzmaßnahmen vor. Das übersehen Laien am häufigsten. |
| Wohnungstrennwand | Trennt zwei Nutzungseinheiten, meist massiv, oft tragend. | Neben der Statik kommt der Schallschutz nach DIN 4109 dazu, und die Wand gehört bei Wohnungseigentum zum Gemeinschaftseigentum. Eine Öffnung, etwa zur Zusammenlegung zweier Wohnungen, ist beschlusspflichtig und in Berliner Milieuschutzgebieten zusätzlich genehmigungspflichtig. |
| Innenwand im Plattenbau | Betonfertigteil, meist 12 bis 15 Zentimeter, mit den Nachbarteilen vergossen. | Fast immer tragend oder aussteifend, Lastabtragung über die Querwände. Durchbrüche sind nur in engen Grenzen und ausschließlich nach gesondertem Nachweis möglich, häufig gar nicht. Wird mit der Wandsäge gearbeitet, nie mit dem Hammer. |
| Wand mit Schornstein oder Installationsschacht | Vorsprung in der Wandflucht, Reinigungsklappe, Lüftungsgitter, warme Stelle. | Schornsteinzüge dürfen nicht angeschnitten werden, auch nicht stillgelegte, solange sie nicht formal außer Betrieb genommen und verfüllt sind. Hier ist der Bezirksschornsteinfeger einzubinden, bevor geplant wird. |
Ablauf eines Wanddurchbruchs
- 1Begehung und Beurteilung. Wandaufbau prüfen, Spannrichtung der Decke bestimmen, Lage über die Geschosse verfolgen, vorhandene Bestandspläne auswerten. Ergebnis ist die Aussage, ob eine Statik nötig ist, und nicht bereits die Zusage, dass die Wand weg kann.
- 2Statik und Bemessung. Der Tragwerksplaner rechnet die Lasten, bemisst den Sturz, legt Auflagerlänge und Druckverteilung fest und prüft, ob die Last bis zur Gründung sauber abgetragen wird. Ergebnis sind prüffähige Unterlagen und eine Ausführungsanweisung.
- 3Verfahren klären. Je nach Eingriff ist eine Bauanzeige oder Baugenehmigung nötig. In Erhaltungsgebieten kann schon die Grundrissänderung als solche genehmigungspflichtig sein, in Wohnungseigentum kommt der Beschluss nach § 20 WEG dazu. Das steht vor dem Termin, nicht danach.
- 4Schadstoffe und Leitungen. Bei Bestand vor 1995 Materialproben aus Spachtelmassen, Klebern und Bodenbelägen. Leitungen orten, Stromkreise freischalten, Heizung und Wasser umlegen oder abtrennen. Erst danach wird Staub erzeugt.
- 5Abfangen. Decke mit Baustützen und Jochträgern unterstützen, auf beiden Seiten der Wand und im Geschoss darunter, soweit die Statik es verlangt. Die Abfangung bleibt stehen, bis der neue Träger kraftschlüssig trägt.
- 6Öffnen. Wo Erschütterung dem Bestand schadet, etwa bei Stuckdecken, Fliesenspiegeln oder im Plattenbau, wird mit der Wandsäge geschnitten statt gestemmt. Das ist teurer, erzeugt aber eine saubere Kante und keine Risse im Nachbarbauteil.
- 7Träger einbauen und verkeilen. Stahlträger oder Fertigsturz einsetzen, Auflager mit Stahlplatte und Mörtelbett herstellen, Hohlräume kraftschlüssig verkeilen und vergießen. Erst wenn der Träger trägt, werden die Stützen gezogen, kontrolliert und nicht alle gleichzeitig.
- 8Schließen und wiederherstellen. Brandschutzbekleidung wo nötig, Laibungen schließen, Putz- und Trockenbauanschlüsse, Estrich ergänzen, Oberflächen angleichen. Dazu die Dokumentation mit Fotos der verdeckten Bauteile für Ihre Unterlagen.
Aufmaß vereinbaren und Festpreis bekommen, statt am Telefon geschätzt zu werden.
Woran Sie ein vollständiges Angebot zum Durchbruch erkennen
Der häufigste Vergleichsfehler bei Durchbrüchen ist ein Pauschalpreis ohne Statik. Ein Angebot, das eine tragende Wand ohne statische Berechnung öffnet, ist nicht günstiger, sondern unvollständig und im Schadensfall nicht versichert. Die Übersicht zeigt, welche Positionen dazugehören.
| Position | Einheit | Muss im Angebot enthalten sein |
|---|---|---|
| Begehung und Beurteilung | pauschal | Aufnahme von Wandaufbau, Spannrichtung und Lage, Auswertung vorhandener Pläne, schriftliche Einschätzung zum weiteren Vorgehen. |
| Statische Berechnung | pauschal | Lastermittlung, Bemessung von Träger und Auflager, Nachweis der Lastabtragung, prüffähige Unterlagen. Ohne diese Position kein Durchbruch in einer tragenden Wand. |
| Schadstoffprobe | je Probe | Probenahme und Laboranalyse auf Asbest und KMF bei Bestand vor 1995. Ergebnis vor Beginn der Arbeiten. |
| Abfangung | pauschal je Öffnung | Baustützen, Jochträger, Auf- und Abbau, Standzeit bis zur Tragfähigkeit des neuen Sturzes, Setzungskontrolle. |
| Öffnung mit Abbruchhammer | je m² Wandfläche | Herstellen der Öffnung, Staubschutz, Abtransport des Bauschutts innerhalb des Gebäudes. |
| Öffnung mit Wandsäge | je m² Schnittfläche | Erschütterungsarmes Sägen, Wasserfassung, saubere Schnittkanten. Teurer als Stemmen und dort geboten, wo Nachbarbauteile empfindlich sind. |
| Stahlträger einbauen | je lfd. m | Träger nach Statik, Auflagerplatten, Mörtelbett, kraftschlüssiges Verkeilen und Vergießen, Korrosionsschutz. |
| Brandschutzbekleidung des Trägers | je lfd. m | Bekleidung in der geforderten Feuerwiderstandsklasse, wo die Bauordnung sie verlangt. |
| Laibungen und Oberflächen | je lfd. m | Schließen der Laibungen, Putz- oder Trockenbauanschluss, Spachtelarbeiten in der vereinbarten Q-Stufe. |
| Entsorgung | je Container | Sortenreine Trennung, Abtransport, Entsorgungsnachweis. Bei Schadstofffund gesonderte Entsorgung durch den Fachbetrieb. |
Fehlt die Statik als eigene Position, ist das Angebot nicht vergleichbar, sondern unvollständig. Ebenso gehören Schadstoffprobe und Abfangung in jedes Angebot zu einer tragenden Wand. Verbindlich wird es nach Begehung und Vorliegen der Berechnung. Bei Wohnungseigentum gehören tragende Wände zum Gemeinschaftseigentum; eine Öffnung ist eine bauliche Veränderung nach § 20 WEG und beschlusspflichtig. In Berliner Erhaltungsgebieten kann die Grundrissänderung zusätzlich genehmigungspflichtig sein, insbesondere beim Zusammenlegen von Wohnungen.
Was bei Durchbrüchen schiefgeht
Wand falsch als nichttragend eingeschätzt
Die häufigste und teuerste Fehleinschätzung. Sichtbar wird sie nicht sofort, sondern als Riss im Geschoss darüber, als klemmende Tür oder als durchhängende Decke, oft erst Wochen später. Die Spannrichtung der Decke entscheidet, nicht die Wanddicke.
Aussteifung übersehen
Eine Wand kann rechnerisch lastfrei sein und trotzdem gebraucht werden, um das Gebäude gegen Horizontalkräfte zu stabilisieren. Wer nur nach Deckenlast fragt, übersieht das. Der Nachweis gehört in jede Berechnung.
Auflagerlänge zu knapp
Der Träger ist richtig bemessen, liegt aber zu kurz auf oder ohne Druckverteilung. Dann versagt nicht der Stahl, sondern das Mauerwerk darunter: Es wird örtlich überdrückt und zerbröselt. Deshalb Stahlplatte und Mörtelbett.
Stützen zu früh gezogen
Der Träger liegt, der Mörtel ist noch nicht tragfähig, die Stützen kommen weg. Die Decke setzt sich um wenige Millimeter, und genau diese Millimeter sieht man anschließend im Putz des ganzen Geschosses.
Mit dem Hammer gearbeitet, wo gesägt gehört
Erschütterungen lösen Stuck, Fliesenspiegel und Putz in angrenzenden Räumen und bei den Nachbarn. Der eingesparte Betrag für die Wandsäge wird regelmäßig von den Folgeschäden übertroffen.
Leitungen in der Wand nicht geortet
Im Altbau liegen Elektroleitungen ohne Schutzrohr und ohne erkennbares Verlegemuster in der Wand, dazu Heizungs- und Wasserleitungen. Nicht geortet heißt im besten Fall Wasserschaden, im schlechtesten ein Unfall.
Asbest im Staub
Spachtelmassen, Fliesenkleber, schwarzer Bitumenkleber und Vinyl-Asbest-Platten sind in Bestand vor 1995 Regelfälle. Wird trocken gestemmt, verteilt sich der Staub in der ganzen Wohnung. Danach ist die Sanierung ein Vielfaches der Probe.
Schallschutz nach dem Zusammenlegen
Wird eine Wohnungstrennwand geöffnet, ändert sich die Nutzungseinheit. Was danach an Schallschutz gilt und was gegenüber den Nachbarn geschuldet wird, gehört vorab geklärt und nicht in die erste Beschwerde.
Wo wir Durchbrüche ausführen
Berliner Gründerzeitwohnung
Küche zum Wohnraum öffnen, Mittelwand durchbrechen. Der häufigste Auftrag, und der mit der klarsten Lastsituation.
Nachkriegsbau bis 1970
Massivdecken, oft großzügigere Lastabtragung und kleinere Räume. Grundrissänderungen sind hier häufig einfacher als im Gründerzeitbau.
Plattenbau
Stark eingeschränkt. Fast alle Innenwände sind tragend oder aussteifend, Durchbrüche nur nach gesondertem Nachweis und mit der Wandsäge.
Einfamilienhaus im Umland
Wand zwischen Küche und Wohnzimmer, Öffnung zur Terrasse, Anbauanschluss. Meist mit überschaubarem Verfahrensaufwand.
Zwei Wohnungen zusammenlegen
Statik, Schallschutz, WEG-Beschluss und in Milieuschutzgebieten ein eigenes Genehmigungsverfahren. Planungsaufwand vor Bauaufwand.
Gewerbe- und Büroflächen
Öffnungen für Mieterausbauten, oft unter laufendem Betrieb und außerhalb der Geschäftszeiten.
Für wen wir Grundrisse ändern
Eigentümer und Selbstnutzer
Offener Wohnraum statt getrennter Küche. Wir sagen vor dem Angebot, ob es geht, und nicht erst nach der Planung.
Kapitalanleger
Grundrisse, die sich besser vermieten lassen, mit Blick auf Milieuschutz und Genehmigungslage vor dem Kauf.
WEG und Hausverwaltung
Tragende Wände sind Gemeinschaftseigentum. Wir liefern Statik und Unterlagen in der Form, die die Versammlung für den Beschluss braucht.
Projektentwickler und Bauträger
Grundrissumbau im Bestand mit Leistungsverzeichnis, Bedarfspositionen und Terminplan.
Gewerbemieter
Flächenanpassung im Mieterausbau, mit Abstimmung zum Eigentümer und Rückbauverpflichtung am Ende der Mietzeit.
Architekten und Planer
Ausführung nach fremder Planung, mit eigener Prüfung der Ausführbarkeit vor Angebotsabgabe.
Sagen Sie uns, was ansteht. Wir schauen es uns an und rechnen es durch.
Warum Ihr Durchbruch bei uns richtig liegt
Häufige Fragen zum Wanddurchbruch
Zuverlässig gar nicht ohne Fachmann, und das ist keine Floskel. Hinweise sind: Die Wand verläuft über mehrere Geschosse an derselben Stelle, sie ist in massiver Bauweise ausgeführt, sie steht quer zur Spannrichtung der Decke, und sie ist im Bestandsplan als tragend eingezeichnet. Gegenhinweise sind ein hohler Klang, geringe Dicke und eine Wand, die im Geschoss darunter nicht fortgesetzt wird. Keines dieser Merkmale ist für sich beweiskräftig. Entscheidend ist die Spannrichtung der Decke, und die beurteilt ein Tragwerksplaner. Eine aussteifende Wand sieht ausserdem aus wie eine Trennwand und darf trotzdem nicht ohne Nachweis entfernt werden.
Sobald tragende Bauteile berührt werden, ist mindestens ein Standsicherheitsnachweis erforderlich, und in aller Regel auch ein Verfahren beim Bauamt. In Berliner Erhaltungsgebieten kann zusätzlich die Grundrissänderung selbst genehmigungspflichtig sein, besonders beim Zusammenlegen von Wohnungen. Bei Wohnungseigentum kommt der Beschluss der Gemeinschaft dazu, weil tragende Wände Gemeinschaftseigentum sind. Wir klären die Lage vor dem Angebot, weil diese Verfahren den Terminplan bestimmen und nicht die Bauzeit.
Die reine Ausführung einer einzelnen Öffnung in einer tragenden Wand dauert mit Abfangen, Öffnen, Trägereinbau und Schließen der Laibungen etwa drei bis fünf Arbeitstage, dazu kommen Standzeiten für Mörtel und Putz sowie die Oberflächen. Der Gesamtzeitraum wird aber von der Vorbereitung bestimmt: Statik und gegebenenfalls Genehmigungsverfahren brauchen mehrere Wochen bis Monate. Eine nichttragende Leichtbauwand ist dagegen an einem Tag entfernt.
Bei einer einzelnen Öffnung in der Regel ja, mit Einschränkungen. Es gibt Staub, Lärm und je nach Verfahren Erschütterungen, der betroffene Raum ist für einige Tage nicht nutzbar, und wenn mit der Wandsäge gearbeitet wird, kommt Wasser dazu. Wir stellen Staubschutzwände, decken Wege ab und stimmen die lauten Phasen vorher ab. Bei einer vollständigen Grundrissänderung mit mehreren Öffnungen und neuer Haustechnik ist Auszug der realistischere Weg.
Das hängt an der Spannweite, an der Last aus den Geschossen darüber, am Wandaufbau und daran, ob gestemmt oder gesägt wird. Dazu kommen Statik, gegebenenfalls das Verfahren, die Abfangung, der Träger mit Auflagern und die Wiederherstellung aller Oberflächen. Ein seriöser Preis entsteht nach der Begehung und mit der Berechnung in der Hand. Wichtig beim Angebotsvergleich: Enthält das Angebot die statische Berechnung, die Abfangung und die Schadstoffprobe als eigene Positionen. Fehlen sie, ist es nicht billiger, sondern unvollständig.
Der Sturz ist das Bauteil über der Öffnung, meist ein Stahlträger, das die Last aus der Wand und den Decken darüber aufnimmt und seitlich ins verbleibende Mauerwerk abgibt. Entscheidend ist nicht nur seine Tragfähigkeit, sondern die Fläche, auf der er aufliegt. Ist diese zu klein, versagt nicht der Stahl, sondern das Mauerwerk darunter wird örtlich überdrückt. Deshalb werden Auflager mit Stahlplatte und Mörtelbett ausgeführt und die Auflagerlänge in der Statik festgelegt.
Nur sehr eingeschränkt. In der Plattenbauweise sind fast alle Innenwände tragend oder aussteifend, die Lastabtragung läuft über die Querwände, und die Elemente sind untereinander vergossen. Kleinere Durchbrüche sind in Einzelfällen nach gesondertem statischem Nachweis möglich, größere Grundrissänderungen in aller Regel nicht. Gearbeitet wird ausschließlich mit der Wandsäge, weil Schlagwerkzeuge die Bewehrung und die Nachbarelemente schädigen. Wir prüfen den konkreten Fall, sagen aber ehrlich, dass die Antwort hier häufiger Nein lautet als anderswo.
Sie werden vor Beginn geortet, freigeschaltet und umgelegt. Im Altbau liegen Elektroleitungen oft ohne Schutzrohr und ohne nachvollziehbares Verlegemuster in der Wand, dazu können Heizungsstränge und Wasserleitungen verlaufen. Das Umlegen ist eine eigene Leistung mit eigenem Aufwand und gehört ins Angebot. Wo Leitungen erst nach dem Öffnen gefunden werden, greift die Bedarfsposition, die wir dafür vorsehen.
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Einsatzgebiet: Berlin und Brandenburg. Aufmaß in der Regel innerhalb weniger Werktage.
