Ratgeber · Mengen & Gerüst

Fassadensanierung Kosten: Fläche, Gerüst und Standzeit

Den Preis einer Fassadensanierung bestimmen der Zustand des vorhandenen Putzes, die Gliederung der Fassade und das Gerüst mit seiner Standzeit. Bei kleineren Objekten kann das Gerüst bis zu einem Drittel der Gesamtsumme ausmachen. Für den Vergleich zweier Angebote sind drei verschiedene Größen entscheidend, die regelmäßig verwechselt werden: die Fassadenfläche, die Gerüstfläche und die Standzeit in Wochen. Sie müssen im Angebot getrennt stehen. Belastbar wird der Preis erst, wenn der Untergrund durch Abklopfen und Haftzugtest geprüft wurde.

Redaktion CLIENI Bau · 11 Minuten Lesezeit · Stand 20.09.2026

01 · Einordnung

Worum es geht.

Beim Vergleich von Fassadenangeboten gibt es einen Fehler, der fast immer gemacht wird: Fassadenfläche und Gerüstfläche werden verwechselt. Das sind zwei verschiedene Zahlen, und die Standzeit des Gerüsts ist eine dritte. Ein Angebot, das nur einen Quadratmeterpreis für die Fassade nennt, ist deshalb nicht vergleichbar, denn bei kleineren Objekten kann das Gerüst ein Drittel der Gesamtsumme ausmachen.

Der zweite Punkt ist der Untergrund. Eine Fassade wird nicht gestrichen, sie wird instand gesetzt, und der Anstrich ist die letzte und dünnste Schicht. Was darunter nicht stimmt, kommt innerhalb von zwei Jahren wieder durch, unabhängig davon, welche Farbe verwendet wurde.

Diese Übersicht zeigt, wie Fassadenfläche und Gerüstfläche ermittelt werden und warum beide Zahlen auseinanderfallen, wie die Standzeit abgerechnet wird und welche Fallen darin stecken, welche Positionen in einem Gerüstangebot stehen müssen und wie Sie zwei Angebote vergleichbar machen, die von unterschiedlichen Bezugsgrößen ausgehen. Der beste erste Test bleibt die Frage nach dem Haftzugtest. Wer die Fassade nur vom Boden aus angesehen hat, kann den Zustand des Putzes nicht kennen.

02 · Positionen

Die Positionen und ihre Bezugsgrößen

Fassadenfläche, Gerüstfläche und Standzeit sind drei verschiedene Bezugsgrößen, deshalb stehen sie hier getrennt. Die ersten Positionen betreffen die Arbeit an der Fassade, die folgenden das Gerüst. Ein Gerüstangebot, das nur eine Summe nennt, lässt sich mit keinem zweiten vergleichen.

NrPositionEinheitPreistreiber
01Reinigung und Neuanstrich, intakter Untergrundje m² FassadeZustand des Untergrunds. Reinigung, Algenbehandlung, Grundierung, zwei Anstriche
02Instandsetzung mit Rissverfüllung und Putzausbesserungje m² FassadeAnteil hohlliegender Flächen. Zusätzlich hohlliegenden Putz abnehmen und neu aufbauen
03Stuckfassade im Denkmalbestandje m² FassadeGliederung und Ornamentanteil. Profile freilegen, abformen, in Kalkmörtel nachziehen
04Stuckelement abformen und ergänzenje lfd. mProfiltiefe. Aufwand steigt mit Profiltiefe und Ornamentanteil. Gehört getrennt von der Fläche ausgewiesen
05Betoninstandsetzungje m²Korrosionsgrad der Bewehrung. Bewehrung freilegen, entrosten, Korrosionsschutz, Reprofilierung
06Sockelsanierung mit Sanierputzje lfd. mFeuchtebelastung. Ohne nachträgliche Horizontalsperre
07Fassadendämmung WDVSje m² FassadeDämmstärke und Anschlussdetails. Ohne Gerüst, ohne Anpassung von Fensterbänken
08Fensterbänke erneuernje lfd. mMaterial und Anschluss. Alu oder Naturstein, mit seitlichem Anschluss
09Gerüst, Auf- und Abbauje m² GerüstflächeGerüstfläche, nicht Fassadenfläche. Gerüstart sowie Last- und Breitenklasse gehören benannt, weil davon abhängt, was darauf gearbeitet werden darf
10Enthaltene GrundstandzeitWochenZahl der enthaltenen Wochen. Üblich sind vier Wochen. Steht die Zahl nicht im Angebot, ist die Gerüstposition nicht prüfbar
11Gerüst, jede weitere Wocheje m² und WocheStandzeit. Über die Grundstandzeit hinaus. Wetterpausen und Nacharbeiten verlängern sie
12Verankerung und Verschluss der Ankerlöcherje AnkerZahl der Verankerungen. Nach dem Abbau werden die Löcher geschlossen und farblich angearbeitet. Wird regelmäßig vergessen
13Schutznetze oder Planenje m² GerüstflächeWitterung und Umgebung. Staub- und Spritzschutz. Bei Einhausung im Winter zusätzlich Beheizung
14Schutzdach und Absicherung am Gehwegje lfd. mLage an der Straße. Überbrückung von Gehweg und Hauseingang, Absperrung und Beleuchtung
15Sondernutzungserlaubnis für öffentlichen Grundje GenehmigungFläche und Dauer. In Berlin zwei bis sechs Wochen Vorlauf, befristet. Eine Verlängerung wird neu beantragt
16Fanggerüst am Dachrandje lfd. mArbeiten an Dachrand und Rinne. Nur nötig, wenn dort gearbeitet wird. Gehört benannt, damit klar ist, ob es enthalten ist

So kommen die beiden Flächen zustande: Die Fassadenfläche ist die tatsächlich bearbeitete Wandfläche, abgewickelt über Vor- und Rücksprünge. Die Gerüstfläche ist die eingerüstete Ansicht, überschlägig Länge der eingerüsteten Fassade mal Höhe bis Oberkante Dachrinne, zuzüglich etwa einem Meter Überstand. Sie liegt damit meist 10 bis 20 Prozent über der reinen Fassadenfläche und fällt bei einem freistehenden Haus an allen vier Seiten an, auch dort, wo wenig zu tun ist.

03 · Preistreiber

Was den Preis bestimmt

Nach Gewicht sortiert. Die ersten drei Punkte entscheiden über die Größenordnung, die übrigen über Zuschläge und Vorlauf.

  1. Zustand des vorhandenen Putzes

    Der größte Hebel. Ein tragfähiger Untergrund braucht nur Reinigung und Anstrich. Hohlliegender Putz muss abgenommen und im gleichen Systemaufbau neu erstellt werden, was den Aufwand je Quadratmeter verdoppeln kann. Beurteilen lässt sich das nur durch Abklopfen und Haftzugtest, nicht vom Boden aus.

  2. Gliederung der Fassade

    Eine glatte Putzfläche ist schnell bearbeitet. Gesimse, Faschen, Konsolen und Ornamente sind Handarbeit und der Grund, warum eine Berliner Stuckfassade ein Vielfaches einer glatten Fassade kostet. Sie verschieben außerdem die Mengen, weil gegliederte Bauteile häufig je laufendem Meter abgerechnet werden und nicht in der Fläche stecken.

  3. Gerüst und Standzeit

    Bei kleineren Objekten bis zu einem Drittel der Gesamtsumme. Abgerechnet wird zweiteilig: Auf- und Abbau mit einer enthaltenen Grundstandzeit, üblicherweise vier Wochen, danach jede weitere Woche je Quadratmeter Gerüstfläche. Drei Fallen stecken darin. Die Standzeit läuft in der Regel ab Fertigstellung des Gerüsts und nicht ab Arbeitsbeginn, und dazwischen liegen leicht mehrere Tage. Wetterpausen verlängern sie, ohne dass gearbeitet wird. Und jedes weitere Gewerk unter demselben Gerüst verlängert sie ebenfalls. Die Standzeit ist der häufigste Nachtrag an der Fassade.

  4. Straßenseite oder Hof

    Gerüst auf öffentlichem Grund braucht eine Sondernutzungserlaubnis, die in Berlin zwei bis sechs Wochen Vorlauf hat und Gebühren auslöst. Sie ist befristet; wird die Standzeit länger, muss sie neu beantragt werden. Dazu kommen Schutzdächer über Gehwegen.

  5. Denkmalschutz

    Material, Farbton und Ausführungsart werden von der Behörde vorgegeben. Kalkmörtel und Silikatfarben sind aufwendiger als Standardsysteme, und die Abstimmung braucht Zeit vor dem Angebot. Handarbeit verlängert zusätzlich die Standzeit des Gerüsts.

  6. Ursachen im Sockel

    Aufsteigende Feuchte bei fehlender Horizontalsperre zerstört jeden neuen Sockelputz. Wird die Ursache nicht behoben, ist die Sanierung eine mit Ablaufdatum, und die Behebung ist eine eigene, größere Position.

04 · Beispiele

Drei Fassaden: wie sich Fläche und Gerüst zueinander verhalten

Dieselben Gewerke, anderes Gewicht. Achten Sie auf das Verhältnis von Fassadenanteil zu Gerüstanteil: Es verschiebt sich mit der Objektgröße und mit der Standzeit, nicht mit der Farbe.

  1. Einfamilienhaus, 180 m² Fassade, glatter Putz, intakt

    • Reinigung, Algenbehandlung, Grundierung, zwei Anstriche
    • Gerüst an allen vier Seiten, Grundstandzeit
    • Gerüstfläche deutlich über der bearbeiteten Fassadenfläche
    • Kleinere Rissbehandlung als Bedarfsposition

    Wie sich die Summe verteilt: Der Anstrich ist der größere Teil, das Gerüst der kleinere, aber es fällt auch an den Seiten an, an denen kaum gearbeitet wird. Bezogen auf die Fläche ist der Gerüstanteil hier am höchsten.

  2. Mehrfamilienhaus, 600 m² Fassade, Putzschäden und Risse

    • Instandsetzung mit Rissverfüllung und Putzausbesserung
    • Gerüst mit verlängerter Standzeit über die Grundstandzeit hinaus
    • Sondernutzungserlaubnis für die Straßenseite, befristet
    • Schutzdach über dem Gehweg
    • Fensterbänke erneuern, Bezugsgröße laufender Meter
    • Sockelsanierung mit Sanierputz

    Wie sich die Summe verteilt: Die Instandsetzung der Fläche trägt den größten Teil, Gerüst und Standzeit den zweitgrößten. Fensterbänke und Sockel sind die kleineren Positionen, werden aber am häufigsten vergessen.

  3. Gründerzeit-Stuckfassade, 320 m², denkmalgeschützt

    • Instandsetzung der Stuckfassade in Kalkmörtel
    • Stuckelemente abformen und ergänzen, Bezugsgröße laufender Meter
    • Gerüst mit deutlich längerer Standzeit, weil Handarbeit dauert
    • Sondernutzung und Schutzdach über dem Gehweg
    • Abstimmung mit der Denkmalbehörde, Musterachse

    Wie sich die Summe verteilt: Hier verschiebt sich alles zur Handarbeit: Fläche und Stuckprofile machen zusammen den weitaus größten Teil aus. Die lange Standzeit des Gerüsts ist die Folge, nicht die Ursache.

05 · Hebel

So machen Sie zwei Fassadenangebote vergleichbar

  1. Zuerst die Mengen vergleichen, nicht die Preise

    Fragen Sie nach der Mengenermittlung: Wie groß ist die Fassadenfläche, wie groß die Gerüstfläche, wie wurde gerechnet. Weichen zwei Angebote schon hier voneinander ab, unterscheiden sich die Summen aus einem Grund, der mit der Leistung nichts zu tun hat.

  2. Klären, wie Öffnungen behandelt werden

    Ob und ab welcher Größe Fenster- und Türöffnungen von der Fassadenfläche abgezogen werden, muss im Angebot stehen. Zwei Angebote, die das unterschiedlich handhaben, kommen für dieselbe Wand zu unterschiedlichen Mengen, obwohl beide sauber gerechnet sind.

  3. Gerüst herausrechnen und getrennt vergleichen

    Bilden Sie zwei Blöcke: Arbeit an der Fassade und Gerüst. Sonst vergleichen Sie einen Quadratmeterpreis, in dem beim einen Anbieter das Gerüst steckt und beim anderen nicht.

  4. Die enthaltene Grundstandzeit in Wochen erfragen

    Eine Gerüstposition ohne Angabe der enthaltenen Wochen ist keine vergleichbare Zahl. Lassen Sie sich zusätzlich die Position für jede weitere Woche ausweisen, auch wenn sie im besten Fall nie gezogen wird.

  5. Festlegen, ab wann die Standzeit läuft

    Ab Fertigstellung des Gerüsts oder ab Arbeitsbeginn, und wer Wetterpausen trägt, in denen das Gerüst steht, ohne dass gearbeitet wird. Das gehört in den Vertrag und nicht in die Schlussrechnung.

  6. Bedarfspositionen mit derselben Menge ansetzen

    Putzflächen, die erst nach dem Abklopfen zu beurteilen sind, gehören als Bedarfsposition ins Angebot. Rechnen Sie beim Vergleich in beiden Angeboten mit derselben angenommenen Menge, sonst gewinnt das Angebot, das den Bedarf am niedrigsten schätzt.

  7. Einheitspreise statt Pauschale verlangen

    Eine Pauschale lässt sich mit einem Einheitspreisangebot nicht vergleichen und macht jede Mehrmenge zur Verhandlungssache. Mit Einheitspreisen bleibt nachrechenbar, was eine zusätzliche Fläche kostet.

  8. Leistungsumfang gleichziehen

    Wie viele Anstriche, welches Beschichtungsmaterial, ist die Reinigung enthalten, wer entsorgt, wer stellt Wasser und Strom. Diese Zeilen entscheiden über den Preis genauso wie die Fläche.

  9. Die Untergrundprüfung muss enthalten sein

    Haftzugtest und Abklopfen sind eine der kleinsten Positionen und entscheiden über den gesamten Aufbau. Ein Angebot ohne diese Prüfung schätzt den Umfang, statt ihn zu kennen.

  10. Ein Gerüst, mehrere Maßnahmen

    Wenn das Gerüst ohnehin steht, sind Fenstertausch, Dämmung und Dachrinnenarbeiten deutlich günstiger als in einer eigenen Maßnahme. Die längere Standzeit gehört dann vorher eingeplant und einem Auftrag zugeordnet.

  11. Abnahme vom Gerüst einplanen

    Was vom Boden nicht zu sehen ist, wird nach dem Abbau nicht mehr geprüft. Gehen Sie die Fassade ab, solange das Gerüst steht. Eine erneute Gerüststellung für eine Nachbesserung ist ein Vielfaches des Aufwands.

06 · Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

  1. Wovon hängt der Preis einer Fassadensanierung ab?

    Zuerst vom Zustand des vorhandenen Putzes: Ein tragfähiger Untergrund braucht nur Reinigung und Anstrich, hohlliegender Putz muss abgenommen und neu aufgebaut werden, was den Aufwand je Quadratmeter verdoppeln kann. Danach kommt die Gliederung der Fassade, denn Gesimse, Faschen und Ornamente sind Handarbeit. An dritter Stelle steht das Gerüst, das bei kleineren Objekten bis zu einem Drittel der Gesamtsumme ausmacht. Achten Sie darauf, dass Fassadenfläche, Gerüstfläche und Standzeit im Angebot getrennt stehen, sonst sind zwei Angebote nicht vergleichbar.

  2. Wie wird die Fassadenfläche ermittelt?

    Als die tatsächlich bearbeitete Wandfläche, abgewickelt über Vor- und Rücksprünge wie Erker, Loggien oder Risalite. Zwei Punkte entscheiden über die Menge und gehören deshalb ins Angebot. Erstens, ob und ab welcher Größe Fenster- und Türöffnungen abgezogen werden. Zweitens, ob gegliederte Bauteile wie Gesimse, Faschen und Laibungen in der Fläche enthalten sind oder als eigene Position je laufendem Meter abgerechnet werden. Beides wird unterschiedlich gehandhabt, und beides verschiebt die Menge deutlich. Vergleichen Sie deshalb zuerst die Mengenermittlung und erst danach den Preis.

  3. Wie wird die Gerüstfläche ermittelt, und warum ist sie größer?

    Überschlägig als Länge der eingerüsteten Fassade mal Höhe bis Oberkante Dachrinne, zuzüglich etwa einem Meter Überstand. Damit liegt sie meist 10 bis 20 Prozent über der reinen Fassadenfläche. Die beiden Zahlen fallen aus drei Gründen auseinander. Das Gerüst braucht Überstand nach oben und zur Seite. Es folgt der äußersten Linie des Gebäudes, während die Fassadenfläche jeder Nische und jedem Rücksprung folgt. Und bei einem freistehenden Haus steht es an allen vier Seiten, auch dort, wo kaum gearbeitet wird. Aus einem Quadratmeterpreis für die Fassade lässt sich deshalb nicht auf die Gerüstposition schließen.

  4. Wie wird die Gerüststandzeit abgerechnet?

    Zweiteilig. Die erste Position umfasst Auf- und Abbau samt einer enthaltenen Grundstandzeit, üblicherweise vier Wochen. Jede weitere Woche wird gesondert je Quadratmeter Gerüstfläche berechnet. Drei Punkte gehören vor Auftragserteilung geklärt: wie viele Wochen enthalten sind, ab wann die Standzeit läuft, ab Fertigstellung des Gerüsts oder ab Arbeitsbeginn, und wer die Wetterpausen trägt, in denen das Gerüst steht, ohne dass gearbeitet wird. Dazu kommt bei Gerüst auf öffentlichem Grund die Sondernutzungserlaubnis: Sie ist befristet und wird bei längerer Standzeit neu beantragt. Die Standzeit ist der häufigste Nachtrag an der Fassade.

  5. Wie mache ich zwei Fassadenangebote vergleichbar?

    In fünf Schritten. Erstens die Mengen vergleichen: Fassadenfläche, Gerüstfläche und die Regel für den Abzug von Öffnungen. Zweitens das Gerüst herausrechnen und als eigenen Block vergleichen, samt enthaltener Grundstandzeit und Preis je weiterer Woche. Drittens den Leistungsumfang gleichziehen: Zahl der Anstriche, Beschichtungsmaterial, Reinigung, Entsorgung, Wasser und Strom. Viertens die Bedarfspositionen in beiden Angeboten mit derselben angenommenen Menge ansetzen, sonst gewinnt das Angebot mit der niedrigsten Schätzung. Fünftens Einheitspreise verlangen statt einer Pauschale, damit nachrechenbar bleibt, was eine zusätzliche Fläche kostet. Angebote mit unterschiedlichen Bezugsgrößen werden erst nach diesen Schritten vergleichbar.

  6. Welche Farbe gehört auf eine Altbaufassade?

    Bei Kalk- und Kalkzementputz eine diffusionsoffene Silikat- oder Kalkfarbe, denn der Putz muss Feuchtigkeit nach außen abgeben können. Eine dichte Dispersionsfarbe sperrt sie ein, und die Folge sind Abplatzungen und Frostschäden, oft schon im zweiten Winter. Silikonharzfarbe ist ein guter Kompromiss bei stark bewitterten Flächen. Bei Denkmalschutz gibt die untere Denkmalschutzbehörde Material und Farbton in der Regel vor, das ist vor dem Angebot zu klären.

  7. Muss die Eigentümergemeinschaft zustimmen?

    Ja. Die Fassade gehört zum Gemeinschaftseigentum, ihre Instandsetzung ist damit Sache der Eigentümergemeinschaft und beschlusspflichtig. Für den Beschluss braucht die Versammlung in der Regel mehrere vergleichbare Angebote und eine Aussage zum Umfang. Sinnvoll ist, die Angebote mit getrennten Positionen für Fassade, Gerüst und Standzeit sowie mit Bedarfspositionen einzuholen, damit die Versammlung nicht über eine Pauschale abstimmt, deren Inhalt niemand kennt.

  8. Soll ich bei der Gelegenheit gleich dämmen?

    Wenn das Gerüst ohnehin steht, ist der Zeitpunkt wirtschaftlich günstig, weil Auf- und Abbau nur einmal anfallen. Einzuplanen ist die längere Standzeit, die durch die zusätzlichen Arbeiten entsteht. Dagegen sprechen kann Denkmalschutz, der eine Außendämmung meist ausschließt, oder eine gegliederte Stuckfassade, die unter einem WDVS ihr Gesicht verliert. Wird gedämmt, sollte ein Energieberater vor der Auftragsvergabe eingebunden sein, weil sonst die Förderung entfällt.

08 · Anfrage

Sagen Sie uns, was ansteht.

Vergabe

Für Projektentwickler, Verwaltungen, Bestandshalter und Architekten. LV, Pläne oder Objektliste bitte an hallo@clieni.de.

BlattFassadensanierung Kosten: Fläche, Gerüst und StandzeitCLIENI Bau · Stand 10/2026